Meine Tochter Jeanette hat es in sich. Zum einen ist sie mitten in der Pubertät, wobei wir noch wirklich Glück haben. Sie ist nicht (mehr) das typische Pubertier. Sie ist vernünftig und erwachsen geworden, und dennoch bewahrt sie sich ihre kindliche Seite auf.

Ok, manchmal redet und redet sie, findet dabei kein Ende, und sie schafft es das einem die Ohren schon mal weh tun. Erst heute Morgen beim Frühstück schaffte sie es gefühlte 5 Stunden über Salat zu reden. Es waren sicher nicht mehr als 30 Minuten… aber hey!!! 30 Minuten!!! ÜBER SALAT!!!!!!!

Aber meistens kommt bei dem was sie sagt, tatsächlich etwas positives und vernünftiges raus. Auch kann sie sich völlig im Schreiben verlieren. Unter anderem sind ihre Gedichte tiefsinnig, traurig und schön.

Heute möchte ich eines ihrer Gedichte vorstellen. Gleich vorneweg, sie ist nicht depressiv, oder anderweitig gefährdet. Sie kann beim Schreiben eben nur völlig in andere Welten abtauchen. Darum beneide ich sie. Sie ist eine tolle Schreiberin, und ich einer ihrer größten Fans.

 

Verlorenes Lachen
Ein Gedicht von Jeanette Hardel

Ich bekomme einen Stich
In meinem Rücken
Stehe auf einer dieser Brücken

Mein Herz ist verletzt
Beziehungsweise zerfetzt
Wegen einem “Scherz”
Jetzt spüre ich diesen Schmerz

War am Hoffen
Doch es hat mich getroffen

Dachte es wäre ein Traum
Gefangen
Mit diesem Verlangen
In einem Raum

Ich fühle mich dumm
Dadurch wurde ich stumm
Ebenfalls zerstört
Andere sind empört

Bedroht vom Tod
Falsche Versprechen
Einfach erstechen

Tränen nicht erwähnen
Und mir mein Leben einfach nehmen


Urheberrecht Jeanette Hardel
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Veröffentlicht durch: Mike Hardel

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